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Geschichte
Im Jahr 1660 übernahm Graf
Christian Ludwig von Waldeck (1635 bis 1706, Wildunger Linie) von der im
Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648)
völlig verarmten Familie von Geismar deren Ländereien, Jagdgründe und ihr
Kleinersches Burggut mit Herrensitz.
Entstehung des Schlosses / Architektur
Christian Ludwig ließ den überwiegenden Teil der Burg
abreißen
und errichtete ein für einen regierenden Grafen angemessenes
Schloss, die Christiansburg, welche er nach Fertigstellung im
Jahr 1662
mit seiner Familie, dem Hofstaat, der Kanzlei und der
dazugehörigen
Beamten- sowie Dienerschaft bezog. Die Anlage
war vierflügelig, mit
quadratischem Innenhof, und umgeben von
einem Wassergraben. Der zur Straße
gelegene Flügel war
zweigeschossig und hatte eine Toreinfahrt. Links
schloss sich
ein ebenfalls zweigeschossiger Flügel mit einem zum Hof hin
offenen Arkadengang im Renaissancestil an in dessen
Obergeschoss sich ein großer Festsaal mit offenem Kamin befand. Innerhalb
von zwei Jahren war aus dem durch den Dreißigjährigen Krieg stark
zerstörten und geplünderten Dorf eine schmucke kleine Residenz geworden
(von 34 Wohnhäusern zu Beginn des Krieges standen 1660 nur noch 15
teilweise verlassene Häuser).
Geschichtliche
Hintergründe /
ca. 45 jährige Nutzungsphase des Schlosses
1625 gelangte durch Erbvertrag die Grafschaft Pyrmont an die
Grafen von Waldeck, die sich fortan Grafen von Waldeck und Pyrmont
nannten. Regierender Graf wurde 1664 Georg Friedrich (1620 bis 1692,
Eisenberger Linie), der 1682 von Kaiser Leopold I. als Fürst von Waldeck
in den Reichsfürstenstand erhoben wurde. Nach Georg Friedrichs Tod 1692
gelangte sein Vetter Graf Christian Ludwig von Waldeck in den Alleinbesitz
der Gesamtgrafschaft (Seit 1685 gab es im Hause Waldeck eine vertraglich
geregelte Erbfolge, bei der nur der Erstgeborene das Erbe antrat und
sämtliche Geschwister ausgeschlossen blie-
ben. Ein Hausvertrag /
Primogeniturstatuts
regelte, dass die
gesamte Grafschaft künftig in einer Hand vereinigt sein
sollte).
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