Später, als Regierender des Fürstentums Waldeck und Pyrmont, ließ Fürst
Friedrich Anton Ulrich die Christiansburg abreißen (um 1710), so dass von der
über vier Jahrzehnte entstandenen Pracht leider nichts erhalten geblieben ist.
Schloss Christiansburg stand einst südlich der Wesetalstraße, gegenüber dem
1972/73 entstandenen Dorfgemeinschaftshaus, noch vor dem heutigen Sportplatz
(Hof Ludwig Brüne).
Dorf geprägt von Forstwirtschaft und Eisenverarbeitung
1745 entstand in Kleinern eine
Schmelzhütte zum Ausschmelzen von Eisen von in der Nähe abgebauten Erzen.
Das gewonnene Eisen wurde in drei Hammerwerken weiter verarbeitet. 125 Jahre
später (ca. 1870) erfolgte die Stilllegung der Hammerwerke und der
Schmelzhütte. Aufgrund der fortschreitenden Industrialisierung in
Deutschland lohnte sich deren Betrieb nicht mehr.
1781 wird Kleinern zum
Marktflecken erhoben. Land- und Forstwirtschaft sowie Eisenverarbeitung prägen
zu dieser Zeit das Dorf.
1919 besteht Kleinern aus 82
Wohnhäusern. Der aus Düsseldorf stammende Kunstmaler
Willi
Tillmans baut sich ein Haus (Atelier) am Elmsberg. Er erreicht durch
seine zahlreichen Werke - Aquarelle, Ölbilder und Grafiken - überwiegend aus dem
waldeckischen Raum, einen hohen Bekanntheitsgrad.
Meilensteine in der Entwicklung seit 1960:
●
1967 Im Dorfkern wird der
Heimbach auf einer Strecke von 350m zur Abwendung von Hochwassergefahren
verrohrt.
●
1968 Kleinern wird staatlich anerkannter Erholungsort.
Am 18. November weiht Pfarrer Richartz die neue Friedhofskapelle ein.
●
1969 Am südlichen Ortsrand (Kesselbachtal) entstehen im neu
ausgewiesenen Wochenendgebiet die ersten
Ferienhäuser.
●
1974 wird der bis dahin selbstständige Ort der Gemeinde Edertal
zugeordnet.
● 1974
die von der Gemeinde Edertal angelegte
Freizeitanlage
wird an den Verkehrsverein Kleinern e.V. übergeben.
● 1983
staatliche
Anerkennung als Luftkurort durch den Hessischen Fremdenverkehrsverband.
●
1993 wird Kleinern vom Hessischen Fremdenverkehrsverband als
familienfreundlicher Luftkurort ausgezeichnet.
● 1994 wird
im Rahmen des Regionalförderprogramms die
Freizeitanlage
Spicke erweitert und ein
Dorferkundungspfad
angelegt.
● 2002 Festveranstaltung 777
Jahre Edertal - Kleinern, das Kleinersche
Logo
entsteht (1225 bis 2002).
●
2004 wird das an Kleinern angrenzende Waldschutzgebiet (5724 Hektar) als
Nationalpark
Kellerwald-Edersee
ausgewiesen.
● 2006 Einweihung der
Erweiterung der
Freizeitanlage
Spicke (Sanitäranlage, Hängebrücke, neue Spiel- bzw. Erlebniselemente).
● 2007 Einweihung des
"Info-Schmetterlings" (Vorstufe zu einem Nationalpark-Infozentrum).
● 2008 Kleinern qualifiziert
sich für den Landeswettbewerb 2009 "Unser Dorf hat Zukunft". Preisgeld:
2000 €
● 2009 Kleinern
gewinnt den Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" - verbunden mit 5000
€ Preisgeld - und hat sich somit
für den Bundeswettbewerb 2010 qualifiziert.
Heute ist Kleinern ein
beliebter - ca. 625 Einwohner zählender - Luftkurort in der Ferienregion Edersee.
Weite Mischwälder und herrliche Wiesentäler umgeben den zur Gemeinde Edertal
gehörenden Ortsteil. Bis zum bekannten, zweitgrößten Heilbäderzentrum
Deutschlands, Bad Wildungen, sind es 8 km, bis zum blauen Auge des Landkreises
Waldeck-Frankenberg - dem Edersee - ca. 12 km (PKW) und ca. 6 km zu Fuß oder mit
dem Fahrrad. Mineralwasser liefern die - zu jeder Zeit zugänglichen -
Kleinerschen Quellen, drei an der Zahl:
Bathildisquelle, Dorf- und Mühlenbrunnen.