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Schon vor dem Ersten Weltkrieg war Tillmans mehrfach Gast im Wesetal und lernte
so die Landschaft kennen und lieben, die später seine Heimat werden sollte. 1919
baute er sich ein Haus in Kleinern am Elmsberg.
Unter zunächst kargen Verhältnissen musste er seine Familie ernähren. So
erzählte er z.B. einmal: Für ein Stück Speck habe ich manchmal den Kindern
im Dorf die Haare geschnitten, wir hatten ja nichts...
Die zahlreichen Werke von Willi Tillmans -
Ölbilder, Aquarelle, Graphiken - zeigen vorwiegend Motive aus dem
Waldeckischen Raum. Zu seinem hohen Bekanntheitsgrad haben auch die
Zeichnungen im Kalendarium und zu Geschichten im Waldeckischen
Landeskalender beigetragen.
Von 1942 bis 1945 erteilte Tillmans Kunstunterricht
am
Gymnasium Bad Wildungen und nach dem Krieg auch mehrere Jahre am
Ev. Fröbelseminar Kassel - Zweigstelle Bad Wildungen, einer Fachschule für
Sozialpädagogik.
Am 25. März1985 verstarb Willi Tillmans im Alter von 96 Jahren in Hagen und fand
seine letzte Ruhestätte in Edertal-Kleinern. Sein
Atelier wurde
originalgetreu im Stadtmuseum* in Bad
Wildungen aufgebaut, wo auch aus dem Nachlass ein Teil seiner Bilder aufbewahrt
wird.
Im Februar 2006 erhielt das Museum aus dem privaten
Nachlass von Edith Müller (Lünen) sechs neue, bislang unbekannte Werke des
Künstlers, die nun ebenfalls im nachgebauten Atelier zu sehen sind. |